Fragen rund um die Basics von Au-pair-Aufenthalten

Von den ersten Schritten bis hin zu den Rahmenbedingungen der Au-pair-Aufenthalte wie Arbeitszeit & Co. Finden Sie hier alle Fragen und Antworten rund um die Basics.

Erste Schritte

  • Au-pair werden – das Richtige für mich?

    • Du möchtest eine andere Kultur kennenlernen und ein fremdes Land erkunden?  
    • Du willst deine Sprachkenntnisse im Gastland verbessern und wichtige Erfahrungen für die persönliche und berufliche Zukunft sammeln? 
    • Du hast Spaß daran, Kinder zu betreuen?

    Wenn du diese Fragen mit „Ja“ beantworten kannst, ist ein Au-pair-Aufenthalt das Richtige für dich. Im Rahmen eines Au-pair-Aufenthaltes lernst du intensiv die Kultur und Sprache deines Gastlandes kennen. Gleichzeitig lebst du in deiner Gastfamilie als „Sohn oder Tochter auf Zeit.“ Du hast somit im Gastland einen festen Anlaufpunkt.

    Die Aufgaben eines Au-pairs bringen jede Menge Freude und Spaß, aber auch viel Verantwortung mit sich. Vor allem bei der Kinderbetreuung. Es ist also wichtig, dass du gerne Verantwortung übernimmst und auch keine Angst vor neuen Herausforderungen hast. Diese zu meistern ist für Au-pairs oft sehr bereichernd. Einen Einblick gesammelter Erfahrungen von Au-pairs und Gastfamilien bekommst du unter Erfahrungsberichte.

  • Ein Au-pair aufnehmen - das Richtige für uns?

    • Sie brauchen Entlastung bei der Kinderbetreuung? 
    • In Ihrem Haushalt lebt mindestens ein Kind unter 18 Jahren? 
    • Sie sind bereit, ein Au-pair als vollwertiges Familienmitglied auf Zeit aufzunehmen und ihm die Kultur und Sprache des Landes nahezubringen? 
    • Sie können dem Au-pair ein eigenes Zimmer zur Verfügung stellen sowie weitere Kosten für Taschengeld, Verpflegung und Versicherung aufbringen?

    Wenn Sie alle Fragen mit Ja beantworten können und zusätzlich Spaß an der Aufnahme eines neuen Familienmitglieds auf Zeit haben, ist ein Au-pair genau das Richtige für Sie: Es ist Entlastung bei der Kinderbetreuung und leichter Hausarbeit und gleichzeitig eine Bereicherung für die Familie. 

    Es ist wichtig, dass Sie sich bewusst für ein Au-pair entschieden haben. Denn der Au-pair-Aufenthalt setzt ein spezielles Vertrauensverhältnis voraus: Ihnen wird ein neues Familienmitglied  aus einer fremden Kultur anvertraut, dem Sie wiederum Ihre Kinder anvertrauen dürfen. Dabei spielt gegenseitiger Respekt, aufeinander Achten, gute Kommunikation und klare Regeln sowie gelungene Integration ins Familienleben eine große Rolle. 

    Beachten Sie bitte: Au-pairs sind keine Nannies oder reine Haushaltshilfen. Anders als in einem Angestelltenverhältnis leben Au-pairs als vollwertiges neues Familienmitglied auf Zeit bei Ihnen. Ihr Au-pair nimmt am gemeinsamen Familienalltag teil und übernimmt leichte Hausarbeit wie andere Familienmitglieder auch. Als „große Schwester“ oder „großer Bruder“ wird das Au-pair für Ihre Kinder oft zur wichtigen Bezugsperson. Ebenso wie Sie als Gastfamilie gibt das Au-pair natürlich auch Einblicke in Kultur, Sprache und Sitten seines Heimatlandes.  

  • Warum muss ich mich registrieren?

    Sie registrieren sich bei AuPairWorld, um ein passendes Au-pair oder eine passende Gastfamilie zu finden. Dazu erstellen Sie kostenfrei ein Profil. Sobald Sie Ihr Profil erstellt haben, zeigt Ihnen der EasyFind Profile, die zu Ihren Suchkriterien passen. Außerdem können Sie nach Ihrer Registrierung mit jedem Au-pair oder jeder Gastfamilie im sicheren Bereich des AuPairWorld Nachrichtensystems Kontakt aufnehmen. Um einem Au-pair oder einer Gastfamilie Ihr Interesse mitzuteilen, versenden Sie eine Standardnachricht. Um persönliche Kontaktdaten miteinander auszutauschen, müssen Gastfamilien Premium-Mitglied werden. Au-pairs können den Service von AuPairWorld kostenfrei nutzen.


Aufgaben

  • Welche Aufgaben habe ich als Au-pair?

    Als Au-pair lebst du als Teil deiner Gastfamilie und übernimmst in dieser Zeit alltägliche Aufgaben innerhalb der Familie. Als „Tochter oder Sohn auf Zeit“ bist du hauptsächlich für die Kinderbetreuung verantwortlich. Das ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Dazu gehören auch leichte Haushaltstätigkeiten, die direkt mit der Betreuung der Kinder zu tun haben.

    Du solltest dir jedoch nicht nur über deine Pflichten, sondern auch über deine Rechte im Klaren sein: Ein Au-pair ist keine Nanny, Haushaltshilfe oder Betreuer für ältere Menschen. Ein Au-pair ist kein Angestellter, sondern ein vollwertiges Familienmitglied auf Zeit.


Arbeitszeiten

  • Was ist Arbeitszeit und was ist Freizeit?

    Die Grenzen zwischen Arbeits- und Freizeit können manchmal verwischen. Hier hilft es, wenn die Gastfamilie beispielsweise bei gemeinsamen Ausflügen vorher klar definiert, zu welchem Zweck das Au-pair diesen Ausflug begleitet. Zur Erholung, als Kulturprogramm oder im Rahmen des Familienalltags mit der Aufgabe, sich um die Kinder zu kümmern? Au-pairs und Gastfamilien sollten dies einfach miteinander im Vorfeld besprechen und eine gemeinsame Absprache finden, die beide Seiten akzeptieren können.

  • Wird Babysitting extra bezahlt?

    Die Arbeitzeit eines Au-pairs ist in den Au-pair-Bestimmungen des Gastlandes meist klar geregelt: Ein Au-pair darf meist nicht mehr als eine bestimmte Anzahl an Stunden pro Woche arbeiten. Hier zählen meist schon alle Babysitting-Stunden mit.
     

     

  • Muss die Aufteilung der Wochenstunden im Vertrag genau festgelegt werden oder kann man da ein wenig flexibel sein?

    Legen Sie bereits im Vorgespräch die Kernaufgaben und Arbeitsstunden Ihres Au-pairs fest. Natürlich kann man nicht alles planen. Daher sollte Ihr Au-pair auch eine gewisse zeitliche Flexibilität mitbringen. Für Sie gilt: Machen Sie als Gastfamilie für Ihr Au-pair planbar, was planbar ist. Achten Sie darauf, dass es nicht mehr arbeitet als im Au-pair-Programm vorgegeben und auch am Sprachkurs teilnehmen kann. Am besten, Sie machen Ihrem Au-pair einen Wochen- oder Monatsplan und sprechen ihn immer am Anfang der Woche mit ihm ab.

  • Wie sieht es eigentlich mit Feiertagen aus? Kann das Au-pair auch an einem Feiertag einspringen?

    Schauen Sie diesbezüglich immer in die Regelungen ihres jeweiligen Gastlandes. In manchen Ländern gibt es keine offiziellen Regelungen für Feiertage. Wir empfehlen jedoch, dass Au-pairs an einem Feiertag frei haben und sie vor allem nicht die wöchentliche Höchstarbeitszeit überschreiten. Wenn Sie das Au-pair an einem Feiertag brauchen, schauen Sie darauf, dass Ihr Au-pair mit diesem zusätzlichen Tag seine Arbeitszeit nicht überschreitet bzw. an anderer Stelle ausgleichen kann. Sprechen Sie sich diesbezüglich mit dem Au-pair ab und treffen Sie miteinander eine individuelle Vereinbarung zu dem Feiertag. Schließlich beruht ein Au-pair-Verhältnis immer auf Geben und Nehmen im gegenseitigen Einverständnis.

  • Ist Babysitting eigentlich Arbeitszeit?

    Ganz klar: Babysitting ist Arbeitszeit! Auch, wenn das Au-pair dabei beispielsweise fernsieht und die Kinder schlafen. Denn das Au-pair muss ja jederzeit präsent und bereit sein, wenn ein Kind aufwacht oder seine Hilfe braucht. In seiner Freizeit kann das Au-pair alles machen, was es möchte. Das geht ja hier nicht. Übrigens ist in den verschiedenen Au-pair-Programmen geregelt, an wie vielen Abenden ein Au-pair höchstens babysitten darf. In den meisten Ländern sind das ein bis zwei Abende pro Woche.


Urlaub und Freizeit

Weihnachten

  • Können wir von unserem Au-pair verlangen, dass es uns über die Weihnachtstage unterstützt?

    Verlangen können Sie das nicht, fragen aber schon :-). Viele Au-pairs verbringen Weihnachten gerne mit ihren eigenen Eltern. Sprechen Sie sich zur Weihnachtsplanung frühzeitig mit Ihrem Au-pair ab. Bleibt Ihr Au-pair bei Ihnen: Legen Sie gemeinsam die Tage fest, an denen Ihr Au-pair arbeitet und wann es frei bekommt. Schöner Kompromiss: Schlagen Sie Ihrem Au-pair doch vor, über Weihnachten zu bleiben, aber dafür Ostern oder in der Zeit nach Weihnachten bis Neujahr Urlaub zu nehmen.

    Lesen Sie auch den folgenden Artikel passend zum Thema:

    Weihnachten als Au-pair – ein unvergesslicher Kulturaustausch

  • Über die Weihnachtsfeiertage fahren wir traditionell mit unseren Kindern in den Urlaub. Ist es üblich, hier auch unser Au-pair mitzunehmen?

    Fragen Sie Ihr Au-pair frühzeitig, was es selbst für Weihnachten plant. Wenn Ihr Au-pair sich Ihrer Familie gerne anschließen möchte, sollten Sie auch versuchen, dies möglich zu machen. Ist das aus finanziellen oder organisatorischen Gründen nicht möglich, sorgen Sie dafür, dass Ihr Au-pair in dieser Zeit versorgt ist bzw. sich selber versorgen kann. Erklären Sie Ihrem Au-pair die Gründe ganz offen und stellen Sie klar, dass es nicht an ihm liegt.

  • Wir sind Muslime, unser Au-pair ist Christin. Sie möchte gerne Weihnachten feiern. Was können wir für unser Au-pair tun?

    Weihnachten ist ein Teil der christlichen Kultur wie der Ramadan ein Teil der muslimischen Kultur ist. Nutzen Sie Ihre Neugier und Respekt gegenüber unterschiedlichen Sitten und Gebräuchen, um den kulturellen Austausch zu intensivieren. Und fragen Sie ihr Au-pair frühzeitig, wie es Weihnachten verbringen möchte. Möchte es mit Freunden feiern, bei Ihnen bleiben oder Heimaturlaub machen? Falls es nach Hause fahren möchte, geben Sie Ihrem Au-pair die Möglichkeit dazu. Planen Sie gemeinsam, wann Ihr Au-pair frei bekommt und wann es wieder arbeiten sollte.

  • Sollen wir unserem Au-pair etwas zu Weihnachten schenken?

    Ihr Au-pair ist Ihre Tochter oder Ihr Sohn auf Zeit. Wenn Ihre eigenen Kinder Geschenke bekommen, freut sich Ihr Au-pair bestimmt auch über eine kleine Aufmerksamkeit. Es muss ja nichts Großes sein. Schön sind hier Kalender mit Sprachtipps, ein persönliches Fotoalbum, Gebasteltes der Kinder ... Sollte Ihr Au-pair über Weihnachten nach Hause fahren wollen, könnten Sie z. B. die Hin- oder Rückfahrt übernehmen.

  • Wir machen jedes Jahr Weihnachten ein offizielles Familienfoto. Soll das Au-pair mit drauf oder nicht?

    Eine Familie hat viele Köpfe und viele Meinungen. Da das Au-pair Weihnachten bei Ihrer Familie verbringt, unterstelle ich einfach mal, dass Sie sich auch gut verstehen. Dann spricht aus meiner Sicht so überhaupt gar nichts dagegen, Ihr Au-pair auch mit auf das Weihnachtsfoto nehmen. Das Foto erinnert ja alle an die gemeinsame Feier und auch Ihr Au-pair hat sich daran beteiligt. Sollten das andere Familienmitglieder anders sehen: Machen Sie doch einfach zwei Fotos, eins mit und eins ohne Au-pair. Vielleicht möchte ja auch gleich Ihr Au-pair dieses zweite Foto machen?

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