Taschengeld, Arbeitszeit und Vertrag für Au-pairs in Österreich

Taschengeld, Arbeitszeit, Urlaub, Vertrag & Co. – Alle wichtigen Themen, die für Au-pairs in Österreich von Interesse sind, haben wir auf der folgenden Seite kurz und knapp zusammengefasst.

Junge Frau mit Geldbörse
  • Au-pair-Vertrag

    Bevor es zu einem Vertragsabschluss kommt, sollten Gastfamilie und Au-pair klären, was sie voneinander erwarten. Im Vertrag sollten dann die wichtigsten Punkte definiert werden. Auf diese Weise können zukünftige Enttäuschungen vermieden werden. Wir empfehlen, den offiziellen Au-pair-Vertrag für Österreich auf Deutsch zu nutzen.

    Kündigung
    Der Vertrag kann von beiden Seiten ohne Nennung eines Grundes gekündigt werden, solange eine Kündigungsfrist von einer Woche berücksichtigt wird.

  • Aufenthaltsdauer

    Au-pairs dürfen bis zu einem Jahr in Österreich bleiben.

  • Arbeitsinhalte

    Ein Au-pair ist in erster Linie für die Kinderbetreuung zuständig. Zusätzlich hilft es bei leichten Tätigkeiten im Haushalt mit.

    Gastfamilie und Au-pair sollten vorab klären, welche Tätigkeiten konkret ausgeübt werden sollen. Diese genauen Tätigkeiten sollten auch im Au-pair Vertrag festgehalten werden.

    Mehr Info zum Thema:

  • Taschengeld

    In Österreich wird das Taschengeld eines Au-pairs offiziell als Gehalt angesehen. Es wird daher am Ende jedes Monats als Lohn, für 18 Stunden Arbeit pro Woche, gezahlt. Das Gehalt eines Au-pairs beträgt 446,81 Euro brutto.

    Dauert der Au-pair-Aufenthalt ein Jahr, gibt es eine besondere Regelung: Das Au-pair erhält dann drei Monatsgehälter zusätzlich, also insgesamt 15.

  • Kost und Logis

    Kost und Logis werden kostenfrei zur Verfügung gestellt. Das Au-pair hat das Recht auf ein eigenes möbliertes Zimmer, das mindestens 9 m² groß ist. Es sollte ein Fenster haben, das sich öffnen lässt, und beheizbar sein. Der Raum muss von innen verschlossen werden können.

    Das Au-pair hat, ebenso wie alle anderen Familienmitglieder, das Recht auf freien Zugang zu Nahrungsmitteln. Deshalb sollte das Au-pair an den Familienmahlzeiten teilnehmen und freien Zugang zum Kühlschrank, etc., haben. Das Recht auf freie Kost und Logis greift auch im Krankheitsfall des Au-pairs, sowie an Urlaubstagen

  • Arbeitszeit

    In Österreich arbeitet ein Au-pair bis zu 18 Stunden pro Woche.

  • Freizeit und Urlaub

    Ein Au-pair hat das Recht auf mindestens einen freien Tag pro Woche. In diesem Zusammenhang müssen die Lebensumstände der Gastfamilie, Anforderungen an die Haushaltsführung und Bedürfnisse des Au-pairs berücksichtigt werden.

    Das Urlaubsgesetz bestimmt, wie viele Urlaubstage und Vergütung für Urlaubstage, die nicht genutzt wurden, dem Au-pair zustehen. In diesem Zusammenhang bekommen Au-pairs, die ein ganzes Jahr bleiben, 30 Tage Urlaub. Bei kürzeren Aufenthalten müssen die Urlaubstage entsprechend angepasst werden.

    In Österreich gibt es keine offizielle Regelung zu gesetzlichen Feiertagen für Au-pairs. Es ist jedoch empfehlenswert, dass Au-pairs an Feiertagen frei haben. Nur in Ausnahmefällen sollten Au-pairs an Feiertagen arbeiten. Die Gastfamilie sollte dies vorher mit dem Au-pair absprechen.

    Mehr Info zum Thema:

  • Sprachkurs

    Das Au-pair sollte die Möglichkeit haben, an einem Sprachkurs teilzunehmen. Die Hälfte der Kosten bezahlt die Gastfamilie, die andere Hälfte bezahlt das Au-pair selbst.

  • Au-pair-Versicherung

    Einer der wichtigsten Punkte, die es zu beachten gibt, ist der Abschluss einer Unfall- und Krankenversicherung. So abgesichert, können dann beide Parteien die Au-pair-Erfahrung in Österreich genießen.

    Das Au-pair muss während des gesamten Aufenthaltes in Österreich krankenversichert sein. Eine Krankenversicherung muss bei einem privaten Versicherungsträger abgeschlossen werden. Die Kosten dafür trägt das Au-pair selbst. Eine ausländische Krankenversicherung ist nur dann ausreichend, wenn die Leistungen auch in Österreich in Anspruch genommen werden können.

    Bitte beachten: Au-pairs aus Nicht-EU-Staaten müssen nachweisen, dass sie in vollem Umfang krankenversichert sind, wenn sie ihren Visumsantrag stellen.

    Die Unfallversicherung wird von der Gastfamilie bezahlt. Gemäß Allgemeinem Sozialversicherungsgesetz (ASVG) muss sie das Au-pair auch bei der gesetzlichen Sozialversicherung anmelden. Die Gastfamilie zahlt außerdem Beiträge für die Unfallversicherung an die Gebietskrankenkasse.

  • Führerschein

    Es sollte bereits im Vorfeld geklärt werden, ob das Au-pair Auto fahren soll und somit einen Führerschein benötigt. Sollte dies der Fall sein, so gilt herausfinden, ob der Führerschein im Gastland gültig ist. Möglicherweise muss ein internationaler Führerschein beantragt werden.

    Was geschieht im Schadensfall? Wer trägt die Kosten? Dies sollte gemeinsam besprochen und die wichtigsten Punkte notiert werden.

Wir arbeiten stetig daran, unsere Informationen über die Gastländer zu ergänzen und aktuell zu halten. Dennoch können wir nicht garantieren, dass alle Informationen richtig und vollständig sind. Wenn Sie Ungenauigkeiten oder Lücken entdecken, freuen wir uns, von Ihnen zu hören.
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