Taschengeld, Arbeitszeit und Vertrag für Au-pairs in Belgien

Von Arbeitszeit bis hin zum Taschengeld: Alle wichtigen Infos zu den Konditionen und Rahmenbedingungen für Au-pairs und Gastfamilien in Belgien haben wir hier zusammengefasst. 

Junge Frau mit Geldbörse
  • Au-pair-Vertrag

    Au-pair und Gastfamilie müssen beide den offiziellen belgischen Au-pair-Vertrag unterzeichnen. Vorab sollten sich Au-pair und Gastfamilie über ihre gegenseitigen Erwartungen absprechen und diese im Vertrag festhalten. Die Gastfamilie wird eine unterschriebene Kopie des Au-pair-Vertrags an das zuständige Ausländeramt weiterleiten, um eine Arbeits- sowie Beschäftigungserlaubnis zu beantragen. 

    Kündigung
    Der Au-pair-Vertrag ist für die Dauer des gesamten Au-pair-Aufenthaltes gültig. Dennoch besteht die Möglichkeit, den Vertrag zu kündigen. Wir empfehlen eine Kündigungsfrist von 14 Tagen. Diese Frist ermöglicht es Au-pair und Gastfamilie, eine neue Familie bzw. ein neues Au-pair zu finden oder die Rückreise zu organisieren. Wenn schwerwiegende Gründe vorliegen, kann der Au-pair-Vertrag auch fristlos gekündigt werden.

  • Arbeitsinhalte

    Die Hauptaufgabe eines Au-pairs besteht darin, sich um die Kinder der Gastfamilie zu kümmern. Darüber hinaus kann die Familie das Au-pair auch bitten, leichte Hausarbeiten zu übernehmen. Alle Aufgaben sollten im offiziellen Au-pair-Vertrag festgehalten werden und können somit später weder vom Au-pair noch von der Gastfamilie geändert werden.

    Mehr Informationen zu den Aufgaben eines Au-pairs:

  • Taschengeld

    Au-pairs bekommen in Belgien mindestens 450 Euro Taschengeld im Monat. Das Taschengeld muss auf ein Bankkonto überwiesen werden. Deshalb muss das Au-pair nach seiner Ankunft ein Konto in Belgien eröffnen. Auch bei Krankheit und während des Urlaubs hat das Au-pair das Recht auf sein Taschengeld.

  • Kost und Logis

    Während des gesamten Au-pair-Aufenthalts hat das Au-pair das Recht auf freie Kost und Logis. Dies gilt auch bei Krankheit oder im Urlaub. Außerdem bekommt es ein eigenes Zimmer und einen Schlüssel für das Haus der Familie.

  • Arbeitszeit

    In Belgien dürfen Au-pairs nicht mehr als 4 Stunden pro Tag arbeiten (Babysitting eingeschlossen). Innerhalb einer Woche darf ein Au-pair bis zu 20 Stunden an maximal 6 Tagen arbeiten.

  • Freizeit und Urlaub

    Au-pairs haben in Belgien mindestens einen freien Tag pro Woche. Au-pair und Familie sollten gemeinsam festlegen, welcher Tag dies sein soll. Möchte das Au-pair aus religiösen Gründen an einem bestimmten Tag frei haben, muss die Gastfamilie diesen Wunsch respektieren.

    In Belgien ist der Urlaub für Au-pairs nicht geregelt. Wir empfehlen aber bei einem Aufenthalt von 12 Monaten mindestens 2 Wochen Urlaub. Bei kürzeren Aufenthalten kann dieser Wert als Referenz genutzt werden. Au-pair und Gastfamilie sollten vor der Anreise besprechen, wie viel Urlaub das Au-pair erhält. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das Au-pair auch während der Urlaubszeit sein Taschengeld erhalten muss.

    In Belgien gibt es keine offizielle Regelung zu gesetzlichen Feiertagen für Au-pairs. Wir empfehlen, dass Au-pairs an Feiertagen frei haben. Nur in Ausnahmefällen sollten Au-pairs an Feiertagen arbeiten. Die Gastfamilie sollte dies vorher mit dem Au-pair absprechen.

    Weitere Infos zu Freizeit und Urlaub:

  • Sprachkurs

    Au-pairs aus Nicht-EU-Ländern müssen während ihres Aufenthalts einen Sprachkurs besuchen. Abhängig davon, in welcher Region die Gastfamilie lebt, kann dies ein Niederländisch-, Französisch- oder Deutschkurs sein. Der Sprachkurs muss von einer offiziell anerkannten Institution angeboten werden. Privatunterricht, Fernlernkurse oder von Privatschulen angebotene Kurse werden nicht anerkannt. Sollte das Au-pair bei Ankunft keine Grundkenntnisse in einer der Landessprachen haben, muss bei Ankunft in Belgien ein Intensivkurs absolviert werden. Die Gastfamilie wird auch ein kulturelles Programm bieten, so dass das Au-pair mehr über die Kultur Belgiens erfahren kann.

  • Au-pair-Versicherung

    Für Au-pairs aus EU-Staaten: Das Au-pair sollte sich als erstes mit seiner eigenen Krankenversicherung in Kontakt setzen, um zu klären, ob es auch während des Aufenthalts in Belgien versichert ist. Dennoch wird eine Europäische Krankenversichertenkarte benötigt. Diese muss beim Besuch eines Arztes in Belgien vorgezeigt werden. Auch, wenn das Au-pair über die Versicherung aus seinem Heimatland abgesichert ist, muss die Gastfamilie eine zusätzliche Kranken-, Krankenhaus- und Unfallversicherung abschließen. Außerdem muss die Familie eine Versicherung für mögliche Rückführungskosten abschließen.

    Für Au-pairs aus Nicht-EU-Staaten: Auch für Au-pairs aus Nicht-EU-Staaten gilt zu prüfen, ob die Krankenversicherung auch in Belgien gültig ist. Wenn nicht, muss es eine private Versicherung abschließen. Auch hier gilt: Die Gastfamilie ist dazu verpflichtet eine Kranken-, Krankenhaus- und Unfallversicherung abzuschließen und eine Versicherung für mögliche Rückführungskosten.

  • Führerschein

    Soll das Au-pair in Belgien Auto fahren, sollte es über ausreichend Fahrpraxis verfügen. Fragen in Bezug auf Haftung und Versicherung sollten im Voraus geklärt werden. Sollte es wegen eines Unfalls zu Schäden am Auto kommen, sollte von Anfang an klar sein, wer für die Kosten aufkommt.
    In Belgien kann mit einem internationalen Führerschein, dem Europäischen Führerschein oder einer offiziell anerkannten ausländischen Fahrerlaubnis Auto gefahren werden.

Wir arbeiten stetig daran, unsere Informationen über die Gastländer zu ergänzen und aktuell zu halten. Dennoch können wir nicht garantieren, dass alle Informationen richtig und vollständig sind. Wenn Sie Ungenauigkeiten oder Lücken entdecken, freuen wir uns, von Ihnen zu hören.
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