Ausbeutung? Nein, danke! Deine Rechte als Au Pair

Die meisten Au Pair Aufenthalte bringen Freude und sind für beide Seiten ein Gewinn. Manche gehen auch schief - dafür gibt es verschiedene Gründe. Einer davon: Ausbeutung von Au Pairs als billige Arbeitkraft. Zum Glück kommt das sehr selten vor. Denn wer seine Rechte kennt und sich richtig verhält, kann gegensteuern. Es gibt immer einen Ausweg.

Ausbeutung von Au Pairs kommt glücklicherweise nur in sehr seltenen Fällen vor. Unter fünf Prozent der Anfragen an AuPairWorld sind Beschwerden, davon wiederum nur ein Bruchteil zum Thema nicht abgesprochene Arbeitszeiten und Aufgaben

Au-Pair bedeutet "auf Gegenseitigkeit"

Was ist denn eigentlich ein Au Pair? Au Pair bedeutet „auf Gegenseitigkeit“ und genau so sollte der Aufenthalt auch gestaltet sein: Ein Au Pair ist wie eine große Tochter (oder Sohn) auf Zeit, die die Gastfamilie bei der Kinderbetreuung und leichter Hausarbeit unterstützt. Hierfür bekommt das Au Pair ein Taschengeld, als vollwertiges Familienmitglied Unterkunft und Essen bei der Gastfmilie und die Möglichkeit, einen Sprachkurs zu besuchen. Ziel ist der beidseitige kulturelle Austausch – im geschützten familiären Rahmen.  

Ein Au Pair ist jedoch keine Putzfrau, keine Haushälterin und keine billige Arbeitskraft! Es gibt in den unterschiedlichen Ländern Richtlinien und Regelungen bezüglich Arbeitszeiten, Taschengeld und der erlaubten Tätigkeiten. An diese müssen sich sowohl Au Pairs als auch Gastfamilien halten. 

Arbeitszeit und Aufgaben: Themen mit Konfliktpotential

Was ist Arbeitszeit? Was ist Freizeit? Welche Aufgaben muss ich übernehmen? Das alles sind Fragen, die zwischen Au Pair und Gastfamilie abgesprochen sein sollten. Fehlende Absprachen und mangelnde Kommunikation können zu Missverständnissen und Konflikten führen.

Da das Au Pair Teil der Gastfamilie ist, ist die Abgrenzung zwischen Arbeitszeit und Freizeit häufig fließend. Tisch decken, gemeinsames Abendessen, beim Fernsehen auf die Kinder aufpassen: Für manche ist das Teil des Zusammenlebens, für andere Arbeitszeit. Hier braucht es immer wieder konkrete Absprachen. Au Pair heißt aber auch Flexibilität – auf beiden Seiten. Vielleicht arbeitest du als Au Pair den einen Tag etwas länger, hast aber dafür einen anderen Tag frei. Das sollte sich die Waage halten, jede Seite sollte dabei auf gegenseitige Fairness achten.

Was kannst du tun, wenn du dich ausgenutzt fühlst?

Wenn du das Gefühl hast, dass sich deine Gastfamilie nicht an Absprachen hält, solltest du aktiv werden:

  • Informiere dich über die Regelungen in deinem Gastland und schaue in deinem Vertrag nach, was du mit der Gastfamilie abgesprochen und schriftlich festgehalten hast. 
  • Sprich mit der Gastfamilie! Wir wissen, dass dies gerade am Anfang große Überwindung kosten kann – auch wegen der fremden Sprache. Unser Tipp: Führe für einige Zeit ein Tagebuch über deine täglichen Aufgaben und Arbeitszeiten. Das kannst du dann als Basis für ein Gespräch mit deiner Gastfamilie nehmen.
  • Bei Problemen oder wenn du das Gefühl hast, ausgenutzt zu werden, melde die Familie bei uns. Wir kümmern uns darum.
  • Solltet ihr gemeinsam zu keiner Einigung kommen, zieh die Konsequenzen und wechsele die GastfamilieMelde dich bei uns, wenn du dazu Fragen hast!
  • Wenn alles nicht hilft, solltest du lieber deinen Au Pair Aufenthalt abbrechen als dich weiter ausbeuten zu lassen.

Wir sehen es als unsere Aufgabe, Au Pairs und Gastfamilien über ihre Rechte und Pflichten zu informieren. Und darauf zu achten, dass sich alle im Sinne des Grundgedankens Au Pair fair verhalten. Das ist ein wichtiger Teil unserer Firmenphilosophie, die wir auch in unseren AGB festgeschrieben haben. Denn unsere Überzeugung ist: Nur auf diesen Grundlagen kann der Austausch auf Augenhöhe funktionieren – und für beide Seiten zu einer Bereicherung werden.

 

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