Monikas Tipps gegen Heimweh

Monika aus Deutschland war bereits zweimal Sommer Au-pair in Irland und weißt, dass sie nach ungefähr 6 Wochen Heimweh bekommt. Sie hat derweil Strategien entwickelt, wie sie am besten damit umgeht. Vielleicht helfen sie euch ja auch.

Monika und ihre Gastkinder

Ich war bereits zweimal Sommer Au-pair in Irland und weiß, dass ich nach ungefähr 6 Wochen "Heimweh" bekomme.

Zum 60. Geburtstag meines Vaters flossen Tränen

Kurz vorm 60. Geburtstag meines Dads war es vor fünf Jahren am schlimmsten, da flossen am Telefon sogar die Tränen. Sonntags dann, als mein Vater feierte, hatten meine befreundeten Au-pairs auch frei und wir sind wie fast immer an unseren freien Tagen zu einer Wanderung aufgebrochen. Erst abends fiel mir wieder ein, dass ich ja meinem Vater noch gratulieren muss.

Bloß nicht zu Hause anrufen!

Ich habe beim ersten Aufenthalt festgestellt, dass das schlimmste, was ich bei Heimweh machen kann, zu Hause anrufen ist. Dadurch hat es sich nämlich eher verschlimmert. Beim zweiten Aufenthalt habe ich dann, wenn ich merkte "Oh, Heimweh", absichtlich nicht zu Hause angerufen, sondern gewartet, bis es nur wieder der generelle Wunsch nach ein wenig mehr Ruhe und eigener Zeit war.

Ein geregelter Tagesablauf hilft

Auch habe ich bei beiden Aufenthalten festgestellt, dass ein geregelter Tagesablauf mit festen Zeiten, wie ich ihn während der Schulzeit hatte, viel weniger stressig ist, als die Ferien, in denen ich quasi von morgens bis abends auf Abruf stand. Mir hilft es z.B. auch ungemein zu wissen: "Heute muss ich von 11 bis 14 und dann noch einmal ab 16 Uhr auf die Kinder aufpassen". Dadurch kann ich in meiner Freizeit besser planen, besser abschalten und insgesamt ist es weniger stressig für mich.

Die richtige Perspektive macht's

Während ich beim ersten Mal am Ende der Ferien der Meinung war: "Nee, Au-pair, das machst du nie wieder! Wie halten das manche nur ein Jahr aus?", habe ich dann nach zwei Wochen Schulzeit gesagt: "Mh, okay, so etwas ließe sich auch ein Jahr aushalten." Auch toll war der Wochenendausflug, den ich mit einem befreundeten Au-pair von Freitagmorgen bis Sonntagabend gemacht habe. Wir hatten ein richtig schönes Wochenende, und ich konnte es kaum erwarten, montags die Kinder wiederzusehen.

Es ist manchmal auch erstaunlich, was einen stören kann. Ich habe z.B. ungemein einen Papierkorb in meinem Zimmer vermisst. Da ich auf Nachfrage keinen bekam, habe ich eine Tüte umfunktioniert, was irgendwie ein wenig improvisiert war. Vom Gefühl her ähnlich wie dem "aus dem Koffer leben". So weit meine Erfahrungen bei Heimweh.