Eine österreichische Gastmutter erzählt von ihren Erfahrungen mit Au-pairs

Gastmutter Elisabeth aus Österreich ist mit vielen Au-pairs aufgewachsen und war selbst Au-pair. Inzwischen sucht sie ihr drittes Au-pair Mädchen. „Da wir in unserer Familie bereits zwei sehr nette Au-pairs (beide über AuPairWorld gefunden) hatten, möchte ich gerne über unsere Erfahrungen schreiben“, so Elisabeth.

Elisabeth hatte tolle Erfahrungen mit Au pairs

Als ich selbst klein war, hatten wir über viele Jahre Au-pairs bei uns (wir waren vier Kinder), später habe ich selbst einige Sommer als Au-pair-Mädchen verbracht. Die vielen positiven Erlebnisse sind mir bis heute in Erinnerung und auch einige Freundschaften bestehen noch immer. Vor zwei Jahre haben mein Mann und ich uns dazu entschlossen, ein eigenes Hotel zu eröffnen und suchten deshalb nach einer netten, zuverlässigen Betreuung für unsere 3 Söhne (jetzt 2, 4 und 6 Jahre).

Erfahrung mit Kindern ist wichtiger als Führerschein

Unser erstes Au-pair Mädchen kam aus der Ukraine und konnte aufgrund der sehr langwierigen Behördenwege erst einen Monat später als erwünscht anreisen. Ich habe nicht nach einem bestimmten Land gesucht, sondern mich aufgrund der laufenden Kommunikation für Lesia entschieden. Ursprünglich wollten wir ein Au-pair mit Führerschein, was sich als sehr schwierig herausstellte. Deshalb verzichteten wir dann auf dieses Kriterium, denn die Erfahrung im Umgang mit Kindern und die Bereitschaft auch im Haushalt zu helfen, war uns wichtiger.

Lesia kann nicht so gut Deutsch wie versprochen

Als Lesia zu uns kam, sprach sie kein Deutsch und sehr schlecht Englisch, was sowohl für uns als auch für die Kinder nicht leicht war. Leider gab sie in ihrem Profil an, dass sie Deutsch sprechen würde und alle ihre E-Mails waren in halbwegs gutem Deutsch verfasst. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass die Mails jemand anders geschrieben hat und ich weiß jetzt, dass ich in Zukunft mit den Au-pairs auch telefonieren muss. Da Lesia sehr schnell Deutsch lernte (sowohl im Deutschkurs als auch in der Unterhaltung mit uns), war das Sprachproblem aber bald aus der Welt.

Surfen im Netz während der Kinderbetreuung geht nicht!

Anfangs "schrieb" sie mir Einkaufszettel, indem sie die gewünschten Dinge aus den Prospekten ausschnitt und aufklebte. Unsere Kinder haben sehr viel Spaß mit ihr gehabt, sie waren viel im Wald und haben oft gebastelt. Ich habe jedoch im Laufe der Zeit bemerkt, dass Lesia auch tagsüber sehr viel im Internet surfte. Während dieser Zeit ließ sie die Kinder zwar nicht unbeaufsichtigt, akzeptierte aber dennoch Chaos und Streit. Ich erfuhr, dass Lesia ihren Aufenthalt in Österreich als "Sprungbrett" in den Westen nutzen wollte und deshalb in den Internet-Partnerbörsen sehr aktiv war - mit Erfolg.

Ein klärendes Gespräch hilft

Grundsätzlich habe ich ja überhaupt nichts dagegen, aber bitte nicht in der Arbeitszeit! Nach einem klärenden Gespräch war sie nur noch in ihrer Freizeit am Computer. Nach Ablauf der vereinbarten Zeit (9 Monate) ist Lesia zu ihrem Freund nach Kärnten gezogen und hat ihn bald darauf geheiratet.

Zweites Au-pair durch Vorabtreffen ausgewählt

Unser jetziges Au-pair-Mädchen kommt aus Brasilien. Um den Fehler mit mangelnden Deutschkenntnissen nicht noch einmal zu machen, habe ich ein Mädchen ausgewählt, das schon in Deutschland war. Sie konnte so ein paar Tage für ein erstes Kennenlernen zu uns kommen. Diese Möglichkeit ist großartig, geht aber natürlich nur, wenn das Au-pair-Mädchen nicht allzu weit weg ist. Außerdem weiß ich jetzt, dass mit manchen Ländern gewisse Abkommen bestehen, die die Au-pair-Formalitäten sehr vereinfachen.

Franci aus Braslien: ein absoluter Glücksfall!

Franci aus Brasilien hat sich als absoluter Goldschatz erwiesen, die Kinder liebten sie vom ersten Tag an. Obwohl ich mit der Arbeit von Lesia immer zufrieden war, wusste ich dann erst durch Franci, was es wirklich heißt, ein neues Familienmitglied aufzunehmen. Wenn viel Arbeit ist, übernimmt Franci den gesamten Haushalt, kümmert sich um die Kinder, putzt, wäscht, kocht. Dafür genießt sie es dann wieder, ein paar Tage fort zu fahren.

Naturmensch und Multitasking-Talent in einem

Mit ihrem wöchentlichen freien Tag kann sie nicht viel anfangen, die sammelt sie lieber, um zu verreisen. Franci ist ein Naturmensch und ist deshalb oft mit unseren Kindern Radfahren, Spazieren oder Schwimmen. Da es bei ihr zu Hause ja nicht schneit, hat sie sich besonders auf den Winter und die Zeit im Schnee gefreut. Für Franci ist die Betreuung von drei lebhaften Kindern kein Problem. Auch anziehen, essen, schlafen gehen funktioniert gleichzeitig. Das schaffe nicht einmal ich!

Au-pair kommt mit in den Urlaub

Durch ihre Konsequenz hat sich Franzi bei den Kindern Respekt UND Liebe verschafft, da die täglichen Abläufe nicht im Chaos enden. Da wir ein Ferienhaus in den Alpen haben, war Franci sowohl im Winter als auch im Sommer einige Male mit uns im Urlaub. Am Abend ist sie gerne mit ihren Freunden zusammen, sie hat sehr schnell Anschluss im Ort und in der Umgebung gefunden. Durch ihre lebenslustige, liebenswerte Art haben wir sie alle sehr schnell ins Herz geschlossen und werden sie ab Dezember wirklich vermissen.

Drittes Au-pair gesucht

In der Zwischenzeit bin ich wieder auf der Suche nach einem neuen Au-pair-Mädchen. Wie bisher, habe ich mich auch diesmal bei AuPairWorld registriert, da die Art zu suchen, sehr angenehm und zielführend ist. Deshalb ist es natürlich gut, wenn die Mädchen ihr Profil ehrlich und mit viel Information über ihre Person ausfüllen.

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