Meine Zeit als Au-pair hat mir geholfen, meine Prüfung zu bestehen!

Amelia aus Paris perfektionierte ihre Deutschkenntnisse als Au-pair in Deutschland. Neben der Sprache lernt sie noch viel mehr: Wie betreut man die Kinder gut? Und wie baut man sich in einem fremden Land einen eigenen Freundeskreis auf?  

Amelia genießt ihr Au pair Leben

Als ich 18 Jahre geworden bin, habe ich die Entscheidung getroffen, ein Jahr als Au-pair in Deutschland zu arbeiten. Ich wollte meine Sprachkenntnisse verbessern, damit ich sie nachher eine Privatschule für Übersetzen und Dolmetschen in Paris integrieren kann. Meine Sprachen: Englisch und Deutsch.

Ich muss erst meinen Vater überzeugen

Im Juni 2008 habe ich das Abi gemacht und bin Ende August mit meinen Eltern nach Ulm in Baden-Württemberg gefahren. Anfangs war mein Vater mit diesem Aufenthalt in Deutschland nicht einverstanden. Er hatte Angst, ich würde danach keine Lust mehr haben zu studieren. Ich habe es trotzdem geschafft, ihn zu überzeugen. Ohne dieses Jahr in Deutschland hatte ich fast keine Chance, die Prüfung an meiner Pariser Privatschule zu bestehen.

Ich lerne meine Gastfamilie vorher kennen

Ich hatte vor der Abreise keine große Angst: Ich konnte schon Deutsch und war früher mehrmals in Deutschland. Auf der anderen Seite war es das erste Mal, dass ich von meiner Familie und meinen Freunden so lange weg sein würde. Außerdem bin ich Einzelkind, das heißt, ich war überhaupt nicht daran gewöhnt, mich um Kinder zu kümmern. Ich hatte im Juli meine Gastfamilie schon besucht und kennengelernt, weil ich eine Woche lang in der Nähe von Ulm war. Nur der Vater fehlte, weil er unterwegs war.

Ulm gefällt mir und die Kinder sind sehr lieb

Ich hatte einen sehr positiven ersten Eindruck: sowohl die Gastmutter als auch die beiden Mädels – Anna, 9 Jahre alt, und Chiara, 7 Jahre alt – fand ich sehr nett. Wir sind alle vier in die Stadt gefahren. Meine Gastmutter zeigte mir die schönsten Gebäude und Plätze von Ulm. Das Ulmer Münster hat mich sehr beeindruckt. Und noch ein schönes Erlebnis wartete auf mich: Nach ein paar Minuten gab mir Chiara schon die Hand.

Die Kinder helfen mir übers Heimweh hinweg

Als ich am 31. August 2008 angefangen habe, war ich zuerst etwas verloren. Ich habe mich gefragt, ob dieser Aufenthalt wirklich so eine gute Idee war... aber die Kinder waren so lieb zu mir, dass mir die Antwort auf diese Frage sehr schnell klar wurde. Ich habe begonnen, mit ihnen zu spielen, und Chiara hat mir sogar einen Blumenstrauß gemacht. Ein Jahr ist aber eine sehr lange Zeit, und der Alltag kann leider nicht immer so schön aussehen. Mit Anna und Chiara ist es eigentlich fast immer sehr gut gelaufen. Wir hatten einander sehr lieb.

Meine Gasteltern helfen mir nicht, andere Kontakte zu finden

Mit den Eltern fühlte ich mich aber ein bisschen unwohl. Für sie war ich wahrscheinlich kein Familienmitglied. Sie haben mir nie vorgeschlagen, mit ihnen in den Urlaub zu fahren, haben mir nicht geholfen, andere junge Menschen kennen zu lernen. Denn ich kannte ja anfangs niemand anderen. Meistens gab es eine Distanz zwischen uns.

Ich finde im Internet Freunde aus der ganzen Welt

Zum Glück habe ich im Internet andere Au-pairs aus der ganzen Welt (Moldawien, China, Neuseeland, Kanada, Finnland usw.) kennengelernt, mit denen ich viel unternommen habe. Ich bin seitdem mit ziemlich vielen in Kontakt geblieben und hoffe, ich kann diesen Sommer meine Freundin aus Moldawien sehen.

Meine Aufgabe: Die Kinder bis nachmittags betreuen

Was die Kinder betrifft, musste ich sie jeden Tag von der Schule abholen, ihnen mit ihren "Hausis" helfen und sie zu ihren Nachmittagsaktivitäten begleiten. Ansonsten musste ich auch das Mittagessen zubereiten und abends den Tisch decken. Am Wochenende hatte ich immer frei, was natürlich schön war.

Die Sprachkurse haben mir viel beigebracht

Dieses Jahr in Deutschland war für mich auch eine gute Gelegenheit, Italienischkurse für Anfänger sowie Deutschkurse für Nicht-Muttersprachler zu besuchen. Sie haben mich unheimlich viel gelehrt, besonders die beiden verschiedenen Deutschkurse. Der erste war Stufe B2 und der zweite C1, was meiner Meinung nach noch zu schwer für mich war... dafür lernt man aber viel mehr.

Arbeitet selbst einmal als Au-pair!

Ich bin froh, dass ich 10 Monate in Ulm verbracht habe. Auch wenn meine Gasteltern zu mir sehr distanziert waren, hatte ich eine sehr gute Beziehung zu den Kindern. Ich würde jedem raten, wenigstens einmal als Au-pair zu arbeiten. Mir hat es geholfen, meine Prüfung in Paris zu bestehen und tolle Leute zu treffen!

×

Loggen Sie sich auf AuPairWorld ein

Noch nicht registriert?
Die Registrierung ist einfach und kostenfrei

Als Au-pair registrieren
Als Gastfamilie registrieren
Schon registriert?
Hier geht's zum Login