Becoming an au pair in Italy
Au pair Nadine: I had a great year!

Nach Amerika oder Australien wollte Nadine nicht. Sie hat sich für Südafrika entschieden. Das war der Startschluss für weitere Auslandsaufenthalte: Bis jetzt hat sie in zweimal in Afrika und einmal in Italien als Au Pair gearbeitet.



Ich möchte als Au Pair nach Südafrika

Nadine and the kids on the sofa. Für mich stand immer fest, dass ich nach dem Abi unbedingt ins Ausland wollte, nur das Wohin war leider überhaupt nicht klar. Aber relativ schnell hatte ich meine Prioritäten erkannt: Ich wollte in ein englischsprachiges Land und raus aus Europa, um komplett neue Kulturen kennenzulernen. Das amerikanische Englisch hat mir nicht gefallen und nach Australien „geht irgendwie jeder“... die Entscheidung war dann schnell gefallen: Südafrika!

Agenturen würde ich nicht empfehlen...

Leider habe ich damals den Fehler gemacht, mir eine Agentur zu suchen – ich kann nur die Warnung an alle Au Pairs aussprechen: TUT ES NICHT! DON’T DO IT! NON LO FARE! Natürlich kann ich nicht für alle Agenturen sprechen, aber ich habe den Eindruck gewonnen, dass es den allermeisten doch nur ums Geld geht und sie nur möglichst schnell ein „match“ finden wollen, um das Geld zu kassieren.

...obwohl ich meine Gastfamilie durch eine fand

Nun ja, ich habe am Ende dann doch eine nette Familie gefunden. Leider gab es mit den Eltern von Anfang an diverse Meinungsunterschiede, aber wir haben uns ganz gut arrangiert am Ende. Ich habe auch nicht bei ihnen, sondern im Hotel der Familie gewohnt und bin jeden Tag „zur Arbeit“ gefahren. Einen richtigen Familienanschluss hatte ich dadurch nicht, aber das lag vermutlich mehr an den unterschiedlichen Persönlichkeiten als an der Entfernung...

Ein Jahr voller schöner Erfahrungen

Das wundervolle kleine Mädchen (2) und die unglaubliche Schönheit Afrikas hat aber alles wieder wett gemacht. Ich hatte ein fantastisches Jahr, bin viel gereist und möchte die Erfahrung um keinen Preis der Welt missen!! Direkt im Anschluss an meinen Aufenthalt in Südafrika hatte ich noch fast 6 Monate Zeit, bevor die Uni anfing – und wahnsinnig Lust, nochmals ein Land und seine Leute so intensiv kennenzulernen, wie es wohl nur als Au Pair geht.

Los geht’s nach Italien!

Meine armen Eltern wollten mich allerdings nicht schon wieder ans Ende der Welt verschwinden sehen, daher ging es „nur“ ab nach Bella Italia – die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können!! Noch aus Südafrika hatte ich meine Gastfamilie gefunden und trotz erheblicher Sprachbarrieren (mein Italienisch war sehr schlecht, ihr Englisch nicht viel besser...) war sofort klar, dass es dieses Mal eine andere Erfahrung werden sollte. Und so war es!

Ich besuche meine italienische Gastfamilie sehr oft

Mit den Kindern (5 und 8) hat mit Händen, Füßen und viel Humor sofort alles perfekt geklappt und sie und ihre Eltern haben absolut alles getan, um mich als ihr erstes Au Pair willkommen zu heißen. Mit meiner italienischen Familie habe ich heute noch unglaublich viel Kontakt, ich bin in den letzten drei Jahren 8 Mal zurückgefahren, wir skypen mindestens einmal pro Woche und sie reden ganz selbstverständlich von ihrer deutschen Tochter ;) Ich fahre auch jedes Jahr im Frühjahr wieder hin, um das neue Sommer-Au Pair zusammen mit ihnen auszusuchen ;)

Dritte Erfahrung: Diesmal in Namibia

Ein Jahr später hat mich das Heimweh nach Afrika wieder gepackt. Leider hatte und habe ich mit meiner Gastfamilie dort kaum noch Kontakt und wollte nicht unbedingt zurück zu ihnen. Die Lösung kam wie schon nach Italien wieder über AuPairWorld. Ich habe für die Semesterferien eine lustige, quirlige deutsch-italienisch-südafrikanische Familie in Namibia mit drei Kindern (0, 3 und 7) gefunden und wäre gerne länger als nur drei Monate geblieben!

Hauptsache, man ist glücklich mit seiner Gastfamilie

Alles in allem kann ich nur sagen, dass drei verschiedene Erfahrungen in drei verschiedenen Familien alle auf ihre Weise toll und bereichernd waren und ich jetzt mit 23 sicher noch öfters als Au Pair unterwegs sein werde! Ein paar Ratschläge für künftige Au Pairs: verlasst euch auf euer Gefühl, wenn es darum geht, wie es euch bei der Familie geht – eine unglücklich verbrachte Zeit in der schönsten Stadt der Welt kann frustrierender sein als eine fantastische Familie irgendwo im Busch.

Genießt euren Aufenthalt einfach!

Und auch die Sache mit der Bezahlung ist relativ – ihr habt das Privileg, in eine fremde Familie aufgenommen zu werden, die im besten Fall alles menschenmögliche tun werden, um euch Land und Leute näher zu bringen: das sollte mehr wert sein als mehr oder weniger $10 Taschengeld. Lasst euch nicht ausnutzen, aber vergesst nicht, dass es kein kostenloser Urlaub werden soll! Und vor allem: have the time of your life!

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