Becoming an au pair in Ireland
Monika from Germany – Summer au pair in Ireland

Monika replied in the context of our Question of the week of 4 April 2011. We had asked our au pairs to tell us more about their experiences with homesickness. Monika has already been an au pair in Ireland twice. Her tips may help you overcome your homesickness.



Au pair Monika and "her" childrenIch war bereits zweimal Sommer Au Pair in Irland und weiß, dass ich nach ungefähr 6 Wochen "Heimweh" bekomme.

Zum 60. Geburtstag meines Vaters flossen Tränen

Kurz vorm 60. Geburtstag meines Dads war es vor fünf Jahren am schlimmsten, da flossen am Telefon sogar die Tränen. Sonntags dann, als mein Vater feierte, hatten meine befreundeten Au Pairs auch frei und wir sind wie fast immer an unseren freien Tagen zu einer Wanderung aufgebrochen. Erst abends fiel mir wieder ein, dass ich ja meinem Vater noch gratulieren muss.

Bloß nicht zu Hause anrufen!

Ich habe beim ersten Aufenthalt festgestellt, dass das schlimmste, was ich bei Heimweh machen kann, zu Hause anrufen ist. Dadurch hat es sich nämlich eher verschlimmert. Beim zweiten Aufenthalt habe ich dann, wenn ich merkte "Oh, Heimweh", absichtlich nicht zu Hause angerufen, sondern gewartet, bis es nur wieder der generelle Wunsch nach ein wenig mehr Ruhe und eigener Zeit war.

Ein geregelter Tagesablauf hilft

Auch habe ich bei beiden Aufenthalten festgestellt, dass ein geregelter Tagesablauf mit festen Zeiten, wie ich ihn während der Schulzeit hatte, viel weniger stressig ist, als die Ferien, in denen ich quasi von morgens bis abends auf Abruf stand. Mir hilft es z.B. auch ungemein zu wissen: "Heute muss ich von 11 bis 14 und dann noch einmal ab 16 Uhr auf die Kinder aufpassen". Dadurch kann ich in meiner Freizeit besser planen, besser abschalten und insgesamt ist es weniger stressig für mich.

Die richtige Perspektive macht's

Während ich beim ersten Mal am Ende der Ferien der Meinung war: "Nee, Au Pair, das machst du nie wieder! Wie halten das manche nur ein Jahr aus?", habe ich dann nach zwei Wochen Schulzeit gesagt: "Mh, okay, so etwas ließe sich auch ein Jahr aushalten." Auch toll war der Wochenendausflug, den ich mit einem befreundeten Au Pair von Freitagmorgen bis Sonntagabend gemacht habe. Wir hatten ein richtig schönes Wochenende, und ich konnte es kaum erwarten, montags die Kinder wiederzusehen.

Meine Tipps für Gastfamilien

Ich würde Gastfamilien noch folgende Tipps geben:

  • eine Übersicht über die nebenher zu machenden Dinge der nächsten Woche geben und einen groben Zeitplan erstellen, von wann bis wann das Au Pair arbeiten muss. Dieser Plan wird dann am Tag vorher oder morgens konkretisiert. Quengelnde Kinder sind viel besser zu ertragen, wenn man bereits weiß, dass man abends eine Freundin besuchen gehen kann.
  • falls die Möglichkeit hierzu besteht, dabei helfen, dass das Au Pair Kontakt zu anderen Au Pairs aufbaut. Es ist beruhigend zu wissen, dass die Kinder anderer Gastfamilien ebenfalls manchmal kleine Teufelchen sein können. Plötzlich kann man über die Marotten seiner Gastfamilie, die einen vor einer Stunde noch auf den Geist gegangen sind, lachen.
  • ebenfalls, wenn die Möglichkeit besteht, dabei helfen, Kontakt mit Gleichsprachigen zu bekommen. Es ist schön, sich zwischendurch einfach noch einmal in seiner eigenen Sprache zu unterhalten.
  • dem Au Pair die Möglichkeit geben, auch bereits während des Aufenthalts einmal zwei oder drei Tage am Stück frei zu bekommen, um ein wenig zu reisen und etwas Neues zu sehen. Gegebenenfalls das Au Pair auch ermutigen, dies zu machen und es befreundete Au Pairs/Freunde fragen lassen, ob das bei ihnen auch möglich ist.
Meine Tipps für Au Pairs

Au Pairs würde ich raten:

  • rauszugehen und Kontakte zu knüpfen. Kontakte außerhalb der Familie sind toll, um sich einmal Frust von der Seele zu reden. Andere Au Pairs sind sehr gut, da sie ähnliche Probleme kennen und gleichsprachige Au Pairs sind ideal, da man nicht überlegen muss und einfach losplappern kann.
  • wenn einem der Alltag mit den Kindern zu langweilig ist, hilft es, zur Abwechselung einmal mit den Kindern etwas Besonderes zu unternehmen, z.B. in den Zoo, ins Kino, ein Picknick, etc. Das macht den Kiddies nicht nur Spaß, sondern lenkt auch super ab und sind später die besten Erinnerungen.
  • sein Zimmer zu seinem eigenen machen. Bei mir heißt das, als erstes ein Bild meiner Eltern aufzustellen. Mit der Zeit kommen dann Postkarten von Freunden und Fotos von der Zeit, die ich schon da bin, hinzu. Ein anderes Au Pair meiner Gastfamilie hatte eine Karte Irlands aufgehangen, in welche es die Touren, die sie schon gemacht hatte, eingetragen hat.

Es ist manchmal auch erstaunlich, was einen stören kann. Ich habe z.B. ungemein einen Papierkorb in meinem Zimmer vermisst. Da ich auf Nachfrage keinen bekam, habe ich eine Tüte umfunktioniert, was irgendwie ein wenig improvisiert war. Vom Gefühl her ähnlich wie dem "aus dem Koffer leben". So weit meine Erfahrungen mit sowie Tipps und Tricks bei Heimweh.

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