Becoming an au pair in Australia
Au pair Lisa: My host family makes me feel that I am part of their lives

Lisa aus Deutschland ist gerade Au Pair in Australien. Mit im Gepäck hat sie neben Erfahrungen in der Kinderbetreuung auch große Offenheit, Neugier, Achtsamkeit und Zuversicht. Diese Eigenschaften sind ihr von großem Nutzen - auch beim Wechsel der Familie. 



Ich bin in genau 4 Tagen schon 6 Monate in Australien und arbeite als Au Pair. Ich hatte viele wunderbare, neue, spannende und auch frustrierte Momente hier, aber ich habe meine Entscheidung keinen Tag bereut! Warum ich diesen Erfahrungsbericht schreibe? Ich möchte den neuen zukünftigen Au Pairs erzählen, wie es mir erging und ihnen ihre Familienwahl erleichtern.

So habe ich meine Gastfamilie gefunden

Ich bin mit den Erwartungen ins Ausland gegangen, viel Neues zu erleben, neue Menschen zu treffen und um eine andere Kultur kennen zu lernen. Ich habe meine Gastfamilie hier auf AuPairWorld gefunden, die Seite ist wirklich gut gestaltet und hat mir am besten von allen gefallen. Außerdem bleiben unnötige Agenturkosten erspart.

Ich habe schon ehrenamtlich mit Kindern gearbeitet

Die Entscheidung, ins Ausland zu gehen, kam bei mir relativ spontan. Vorbereitet habe ich mich kaum, jedoch habe ich auch schon vor meiner Au Pair Zeit ehrenamtlich mit Kindern gearbeitet. Auf meiner Suche nach der richtigen Familie wurde ich nach einer Weile sehr ungeduldig und wollte so gerne endlich die passende für mich finden.

Mein Tipp: Lasst euch Zeit mit eurer Suche

Im Nachhinein war das ein Fehler. Deshalb möchte ich den zukünftigen Au Pairs raten, lasst euch Zeit. Überlegt euch, wie ihr euch eure Zeit vorstellt und wie eure Familie aussehen soll. Ich fand meine erste Familie in Adelaide, Südaustralien. Die beiden Jungs (3 und 5 Jahre) waren wirklich liebe Kinder, die ich schnell in mein Herz geschlossen habe. Das neue Land war so spannend, Auto fahren auf der anderen Straßenseite, Tiere sehen, die man zuvor noch nie gesehen hat!

Mir fehlen klare Absprachen

Anfangs lief alles gut, aber schon nach kurzer Zeit merkte ich, dass das Verhältnis zwischen mir und meinen Gasteltern nicht richtig stimmte. Woran das lag? Ich hatte keine regelmäßigen Arbeitszeiten, mir wurden keine Ausgaben erteilt und es wurde erwartet, dass ich all die Dinge sehe, die zu tun sind und immer zur Verfügung stehe. Außerdem waren die Sauberkeitsverhältnisse im Haus schon bei meiner Ankunft katastrophal.

Unsere Erwartungen aneinander sind unterschiedlich

Ich denke, es ist sehr wichtig für alle Au Pairs, dass jeder auch sein eigenes Leben (Freunde treffen, Hobbys) außerhalb des Au Pair Lebens hat. Ich hatte mir erhofft, dass meine Gastfamilie auch gern mal etwas zusammen mit mir unternimmt, Ausflüge macht und mir ihr Land zeigt. Ich habe auch gehofft, dass unsere Beziehung auf beidseitiges Interesse aneinander stößt.

Trotzdem bleibe ich 5 Monate bei meiner ersten Familie

Leider war das weniger so, beide Eltern haben sehr hart gearbeitet und sie haben eigentlich nie etwas mit mir unternommen. Ich bin bei dieser Familie immerhin 5 Monate geblieben, da ich die Kinder nicht im Stich lassen wollte und die Eltern nette Menschen waren.

Ich finde eine neue Familie

Nach 5 Monaten allerdings traf ich eine Entscheidung. Ich verließ die Familie und fand aufgrund der Hilfe meiner lieben deutschen Au Pair Freundinnen eine neue, in der ich seit inzwischen 6 Wochen lebe. Diese Familie lebt auch in Adelaide, was toll ist, denn ich habe diese Stadt kennen und lieben gelernt, meine Freunde sind immer noch in der Nähe und ich kenne die Umgebung.

Geregelte Arbeitszeiten helfen mir...

Es gefällt mir wirklich gut hier, ich habe einen regelmäßigen Alltag und geregelte Arbeitszeiten. Ich arbeite ziemlich viel (ca. 38 - 45 Stunden die Woche), aber ich fühle mich wohl.

...und ein strukturierter Alltag

Mein Alltag sieht ungefähr so aus: Ich fange jeden Morgen um 7 Uhr an, kümmere mich um die beiden Kids, dass heißt: Ich mache ihnen Frühstück, helfe beim Anziehen, mache dem Mädchen jeden Tag neue Frisuren, helfe beim Zähne putzen und danach füttere ich gemeinsam mit ihnen die Meerschweinchen. Unter der Woche geht der Junge immer in die Schule, von der ich ihn jeden Tag abhole. Danach mache ich mit ihm Hausaufgabe, gehe auf den Spielplatz, zum schwimmen oder wir basteln gemeinsam.

Abends essen wir gemeinsam

Das Mädchen geht noch in den Kindergarten. Wenn ich auf sie aufpasse, lese ich ihr vor, singe Lieder mit ihr oder wir spielen. Ich koche jeden Tag abends und wir essen gemeinsam als Familie, was ich wirklich sehr schätze. Meine Aufgaben im Haushalt sind Bügeln und Wäsche waschen, sowie normales Aufräumen (Spülmaschine, Müll rausbringen), die wirklich kein Problem sind, da ich sie auch von zu Hause kenne und es nun mal dazugehört, wenn man Teil einer Familie ist.

Die Wochenenden sind frei

Meine Wochenenden sind immer frei, was mir Zeit für Ausflüge oder einfach nur zum Entspannen gibt. Wir unternehmen auch öfter mal alle etwas zusammen- Streichelzoo, Picknicks am Strand, was ich genieße.

Mein Englisch hat sich total verbessert!

Mit den Kindern klappt es sehr gut, wir haben auch oft Zeiten am Abend, an denen wir herumalbern. Natürlich kann es auch anstrengend sein, aber das gehört nun mal dazu. Ich habe so viele Sachen in meiner Zeit hier gelernt über Familienleben, das Leben in einer anderen Kultur - weit entfernt von Zuhause. Mein Englisch hat sich so sehr verbessert, das selbst Einheimische nicht mehr hören, dass ich keine Australierin bin.

Die Offenheit der Bevölkerung begeistert mich

Die Freundlichkeit, Fröhlichkeit und Offenheit dieses Landes begeistert mich sehr. Meine bisherigen Reisen (an die Ostküste, Tasmanien, Great Ocean Road) waren unvergesslich und die Natur Australiens ist einzigartig! Wenn ich zurück nach Deutschland gehe, werde ich es schwer vermissen, von Koalas in den Bäumen am Morgen geweckt zu werden und auch nur 15 Minuten zum Strand zu fahren.

Ich lerne viele neue Freunde kennen

Ich habe viele tolle Menschen (auch andere Au Pairs) kennengelernt, die mir gute Freunde geworden sind und mit denen ich gemeinsam Cricketspiele besucht habe, das Nachtleben erkundet oder einfach nur am Strand die Sonne Australiens genossen habe. Dennoch freue ich mich auf meine Heimat und meine Familie, Freunde in Deutschland.

Ich bin dankbar, jetzt die richtige Familie gefunden zu haben

Ich habe eine tolle Zeit und bin dankbar, dass ich (zwar erst beim zweiten Anlauf, aber dennoch!) die richtige Familie gefunden habe, die mir das Gefühl gibt, ein Teil ihres Lebens zu sein.

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