Jaqueline: Erfahrungsbericht und Abschlussvideo

Jaqueline aus Deutschland wollte seit dem Abitur als Au Pair ins Ausland gehen. Sie fand eine Gastfamilie in Finnland. Hier drehte sich für sie alles viel zu sehr um die Arbeit mit Pferden statt um die Betreuung der Kinder. In der zweiten Gastfamilie stimmte jedoch alles! Über ihre Erfahrungen hat Jackie auch ein Video gedreht. 



Weite Sicht: Jaqueline schaut aufs Wasser und die Stadtansicht dahinter.

Hallo! Mein Name ist Jacky und ich bin 20 Jahre alt. Vor kurzem bin ich aus Finnland zurück gekommen und es ist noch ein merkwürdiges Gefühl, wieder Zuhause zu sein. Ich war für 3 1/2 Monate in Finnland. Ich weiß, das ist keine lange Zeit als Au Pair, aber ich habe das Beste daraus gemacht und eine Menge gelernt. Und das Allerwichtigste: Ich hatte eine unglaublich tolle Familie!

Im Oktober fasse ich den Entschluss: Ich werde Au Pair

Meine ersten Gedanken, als Au Pair ins Ausland zu gehen, kamen schon während meiner Abiturphase. Jedoch hatte ich dann erst Bedenken und habe mich nicht getraut, da es doch ein großer Schritt ist. Aber durch gewisse Umstände bekam ich dann im Oktober doch die Chance, mein Abenteuer zu planen.

Auf AuPairWorld finde ich meine finnische Familie

Also habe ich mich bei AuPairWorld angemeldet und bin durch reinen Zufall auf eine Familie in Finnland gestoßen. Für mich klang alles perfekt! Mir wurde erzählt, dass die Kinder und auch die Eltern sehr gutes Englisch können, dass sie Haustiere und auch Pferde haben. Das klang wie die perfekte Familie für mich und deshalb wurden kurz darauf auch die Flugtickets gebucht. Eigentlich ging das alles sehr fix.

Meine Abschiedsfeier war sehr emotional

Die Zeit bis zu meinem Abflug im Februar verging wie im Fluge. Meine Abschiedsfeier war wirklich toll und auch sehr emotional, obwohl es nur um knapp 4 Monate ging. Auch der Abschied am Flughafen tat sehr weh, vor allem der von meinem Freund. Aber im Flugzeug überkam mich dann wirklich richtig die Nervosität.

Kleine Dinge, die nicht passen: Die Kinder verstehen mich oft nicht

In Finnland angekommen, wurde ich freundlich begrüßt, und anfangs war ich auch wirklich begeistert. Doch im Laufe des Tages bemerkte ich immer mehr Dinge, die einfach nicht passten. Das fing damit an, dass die Englischkenntnisse nicht so gut waren wie erhofft. Es gab Situationen, wo die Kinder überhaupt nicht verstanden, was ich von ihnen wollte. Dann kam hinzu, dass wir wirklich mitten in der Pampa wohnten (das passiert in Finnland ja recht schnell), jedoch wurde ich darüber nicht informiert und ich hatte auch keine Möglichkeiten, mich selbstbestimmt fortzubewegen.

Wirklich hinderlich: Unsere unterschiedlichen Erwartungen aneinander

Die Spitze des Eisberges jedoch waren die unterschiedlichen Erwartungen an das Au Pair. Meine erste Familie wollte mich nämlich eigentlich nur für die Arbeit mit den Pferden. Und das ging für mich gar nicht. Arbeit mit Pferden ist gut und schön, doch dafür bin ich nicht ins Ausland gegangen. Durch diese ganzen Umstände fiel ich erst einmal in ein großes Tief. Ich habe viel geweint, und auch meine Familie in Deutschland war sehr aufgebracht. Alle machten sich Sorgen um mich, weil ich so unglücklich war.

Nächster Entschluss: Ich suche eine andere Familie

Doch mit viel Unterstützung hab ich mich aufgerappelt und nach einer neuen Familie gesucht. Diese habe ich dann auch sehr schnell gefunden und es ging für mich bergauf. Ich hatte ein Ziel und war viel glücklicher als vorher. Ich hatte in meiner ersten Familie natürlich auch schöne Erlebnisse. Ich konnte mit den Pferden durch den tiefsten Schnee reiten und habe Finnlands Natur voll erlebt. Es war ein kleines Winter-Wonderland! Doch nach vier Wochen kam der Wechsel, und ich habe mich tierisch gefreut!

Meine neue Familie: Drei richtig liebe Kinder, Mama, Papa und ein Hund

In der neuen Familie wurde ich herzlich begrüßt! Drei richtig liebe Kinder, Mama, Papa und ein Hund warteten auf mich, sowie auch das alte Au Pair. Mit ihr habe ich dann auch eine Woche lang zusammen gearbeitet, damit es für mich hinterher leichter ging. Sprachschwierigkeiten gab es auch keine mehr, da die Mutter meiner Familie aus Deutschland kommt und der Papa lange in Deutschland studiert hat. Nach meinem ersten Flopp wollte ich auf Nummer Sicher gehen.

Jaqueline mit Hund, beim Eisschwimmen und mit Fahne im Zimmer.

Von jetzt an habe ich viel Spaß

Von da an hatte ich wirklich eine tolle Zeit! Auf einem Au Pair-Treffen habe ich drei andere tolle Au Pairs kennengelernt und es entstand wirklich eine klasse Freundschaft! Wir haben versucht, meine kurze Zeit zu nutzen und so viel erlebt, wie nur möglich war. Das ist in Finnland ja nicht unbedingt leicht, da es ja bekannterweise nicht gerade billig dort ist. Doch ich hatte sehr viel Spaß: Eislochschwimmen, Langlaufski, Ice-Hockey-WM und Eiskunstlauf-Wettbewerbe. Das waren alles tolle Erfahrungen, die ich machen durfte. Und da ich in Vantaa lebte, also somit sehr nah an Helsinki, habe ich auch Finnlands Nachtleben erkunden können.

Endlich bekomme ich typische Au Pair Aufgaben

Auch an meinen Alltag hatte ich mich schnell gewöhnt. Meine Kinder waren 11, 10 und 6 und meine Hauptaufgaben bestanden darin, den kleinsten in den Kindergarten zu bringen, zu kochen, die Hausaufgaben mit den Älteren zu machen, alle drei zu ihren Hobbys zu bringen und, und, und. Ganz normale Aufgaben eines Au Pairs, worüber ich mich nach meinem Fehlstart wirklich gefreut habe. Ich war ein richtiger Teil der Familie und habe mich pudelwohl gefühlt!

Die Zeit vergeht im Fluge – der Abschied naht

Ich habe meine Zeit genossen und ein wunderschönes Land kennengelernt. Für mich wäre es nichts für immer, ich denke, da zieht es mich doch mehr in englischsprachige Länder. Der Abschied fiel mir nicht sehr leicht, da ich die ganze Familie wirklich sehr ins Herz geschlossen hatte. Aber ich freue mich, meine Gastfamilie dort besuchen zu können, und auch nächsten Monat werden sie Urlaub in Deutschland machen und mich besuchen. Zum Abschied habe ich ein selbst gestaltetes Fotoalbum bekommen, das eine Menge toller Erinnerungen zeigt. Zusätzlich ein Moomin-Handtuch. Auch diese kleinen Geschenke haben mir gezeigt, wie gut die Familie mich kennt und auch liebt.

Ich bin viel organisierter geworden

In der kurzen Zeit habe ich vor allem viel über mich selbst gelernt. Durch mein anfängliches Tief bin ich wesentlich stärker und auch kampfeswilliger geworden. Ich stecke nicht mehr so schnell den Kopf in den Sand und kann auch mal gut meine Meinung sagen. Es gab Momente, in denen ich wirklich an meine Grenzen gekommen bin, aber ich habe die Zähne zusammen gebissen und hab sie überwunden. Ich bin viel organisierter als vorher und auch im Kochen und Ordnung halten viel besser.

Ich will mein Leben auch in Zukunft bunter und aufregender gestalten!

Seit drei Tagen bin ich nun Zuhause und ich hatte einen wunderschönen Empfang hier in Deutschland. Meine Familie und Freunde haben mich mit einer Party überrascht und ich habe mich riesig gefreut! Es fühlt sich jedoch ein bisschen an, als wäre hier die Zeit stehen geblieben und da sieht man einmal, wie monoton das Leben sein kann. Ich weiß, dass ich mein Leben in Zukunft bunter und aufregender gestalten und jede Chance nutzen will, mein Leben so schön wie möglich zu leben.

Ich hoffe, mein Erfahrungsbericht hat euch gefallen und ihr könnt etwas für euch rausziehen. Ich freue mich auf eine Veröffentlichung! Gleiches gilt für das Video. Liebe Grüße, Jaqueline.  

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