Becoming an au pair in France
My host parents always supported me

Being an au pair for the first time in your life means gaining new experiences. Helena from Germany not only improved her knowledge of the French language and culture; she also put her skills as a surrogate mother to the test and she also made new friends, amongst others her host parents. Helena writes her story in German.



Helena with her host kidIch bin Studentin an der Universität Siegen. Dort studiere ich Lehramt für die Fächer Deutsch, Pädagogik und Sozialwissenschaften. Eigentlich brauche ich für mein Studium keine Auslandserfahrungen, da ich keine Sprachen studiere. Dennoch habe ich mich entschlossen, in meinen zweimonatigen Semesterferien als Au Pair ins Ausland zu gehen. Frankreich sollte es sein. Französisch hatte ich schon in der Schule.

Wörterbuch hilft über den Anfang hinweg

Also suchte ich nach einer Familie und fand sie: eine Familie aus der Haute Savoir, am Lac Leman. Von nun an wollte ich also mein Studentenleben gegen das eines verantwortungsbewussten Au Pairs tauschen und täglich zwei Mädchen betreuen: Berenice, 8 Monate, und Alycia, 5 Jahre. Schon am Flughafen wurde ich freundlich empfangen, meine Gastfamilie und ich verstanden uns direkt. Doch leider merkte ich, dass ich mein „Schulfranzösisch“ restlos überschätzt hatte. Von nun an wurde das Wörterbuch mein stetiger Begleiter. Dies erschwerte mir natürlich ein wenig meinen Start, doch meine Gastfamilie nahm es mit Humor. Ich war ihr erstes Au Pair. So waren sie sehr bemüht, dass es mir gut geht und es mir an nichts fehlte. Nach zwei Wochen konnten wir das Wörterbuch dann zur Seite legen und halfen uns gegenseitig mit Umschreibungen weiter.

Meine neue Rolle als Ersatz-Mutter

Tagsüber hatte ich sehr viel freie Zeit. Alycia ging schon in die Schule und war nur mittags und abends zu Hause. Also beschäftigte ich mich tagsüber hauptsächlich mit „meinem“ Baby. Die meiste Zeit hat die Kleine geschlafen, während ich den Haushalt erledigt habe. Anders als erwartet, habe ich mich sehr schnell daran gewöhnt, immer ein Kind bei mir zu haben und meinen Tagesablauf nach diesem zu richten. Selbst Banalitäten wie einkaufen werden mit Kind zu einem Akt und man beschäftigt sich automatisch mit Fragen, an die man vorher niemals gedacht hätte: Ob der Kinderwagen noch ins Auto passt, wenn ich alles eingekauft habe, ob es so kalt ist, dass das Kind eine Jacke braucht, oder ob es ihm dann im Auto und im Geschäft viel zu warm wird. Ob man lieber noch ein Fläschchen mitnehmen soll, oder sogar ein paar Windeln.

Was tun? Alle sind krank, inklusive Katze!

Wenn einen dann jedoch alle Leute im Geschäft angucken, weil man so jung ist und schon ein Kind hat, weiß man, dass man alles richtig gemacht hat, und schon eine richtig fürsorgliche „Ersatzmutter“ geworden ist. Dass ein paar Wochen dafür nicht ausreichen, wird einem bewusst, wenn alles zusammen kommt. Mein schlimmstes Erlebnis, wo ich das gemerkt habe war, als meine Kinder beide krank waren. Alycia musste sich direkt nach dem Frühstück übergeben, während Berenice Bauchkrämpfe und Durchfall hatte und die Katze ebenfalls Durchfall bekam. Eine Situation, in der ich mir echt hilflos vorkam, da ich zwei weinende Kinder und eine kranke Katze hatte. Es war jedoch eine Erfahrung, die mir sehr gut tat. Dabei habe ich gemerkt, dass Kinder in solchen Situationen jemanden brauchen, der den Überblick behält, oder wenigstens so tut. Jemand, der sie einfach in den Arm nimmt und sich den Stress nicht anmerken lässt. Meistens reicht das schon, zumindest bei meinen Mädchen.

Meine Gasteltern vertrauen mir ihr Auto an

Am Wochenende und mittwochs hatte ich immer frei. In dieser Zeit durfte ich das Auto nehmen und Frankreich und die Schweiz erkunden. Dass ich mit dem Auto alleine nach Genf fahren durfte, hat mir gezeigt, wie sehr meine Gasteltern mich geschätzt und mir vertraut haben. Ich bekam einen ganz anderen Eindruck von Frankreich, da ich mich selbstständig fortbewegen konnte und so die französische Kultur besser kennenlernen konnte.

Abschied unter Tränen: Ich werde wieder Au Pair!

Der Abschied nach nur zwei Monaten fiel uns allen schwer. Am Flughafen lagen meine Gastmutter und ich uns heulend in den Armen. Meine Gasteltern sind für mich gute Freunde und meine Gastkinder wie meine kleinen Geschwister geworden. Alles in allem war es für mich eine super Erfahrung und eine sehr schöne Zeit. Ich hatte Gasteltern, die mir immer und überall den Rücken gestärkt haben und Kinder, die es geschätzt haben, wenn man sich mit ihnen unterhält und mit ihnen lacht. Ich habe nicht nur das Leben in Frankreich kennengelernt, sondern auch meine Sprachkenntnisse sehr verbessert. In meinen nächsten Semesterferien möchte ich wieder als Au Pair ins Ausland gehen und ich bin mir sicher, dass es wieder eine schöne Zeit mit vielen wichtigen Erfahrungen wird.

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